Erste Maßnahme gegen Erdflöhe – Ruhestörung

Nach Rücksprache mit unseren Gartenfreunden, habe ich mich entschlossen heute die erste Maßnahme zu ergreifen, um die Erdflöhe (sofern es welche sind) zu vertreiben.

Also habe ich mich am Vormittag auf den Weg gemacht, habe zur Hacke gegriffen und den Boden entsprechend bearbeitet. Hoffentlich habe ich die kleinen Biester gut gestört 🙂

Bei der Gelegenheit bin ich gleich durch alle Reihen gegangen, wo wir bereits Pflanzen gesetzt haben. Dabei habe ich auch nützlich, tierische Gäste entdeckt, welche in unserer Parzelle herzlich willkommen sind.

 

Marienkäfer ernähren sich hauptsächlich von den Larven von Blatt- und/oder Schildläusen. Nachdem unsere Pflanzen leider schon mit Blattläusen Bekanntschaft gemacht haben, können Sie in unserer Parzelle nicht schaden. Die Seifenlaugenbehandlung hat zwar funktioniert und die Läuse deutlich reduziert – aber sicher ist sicher. Die kleinen Käferchen dürfen es sich bei uns in der Parzelle gut gehen lassen, sofern Sie ganz brav sind und nicht unsere Pflanzen anknabbern 😉

Wie jeder weiß bohrt und schlängelt sich der Regenwurm durch die Erde und lockert sie somit praktischerweise unterirdisch auf. Eine sehr hilfreiche Tätigkei – bitte weiter so!

Besuch am Feld

Nachdem es am Samstag so tolles Frühsommerwetter war, sind wir spontan zum Feld spaziert und haben uns einen Überblick verschafft.

unser Morgentaufeld

Auf den ersten Blick waren wir vom Zustand unserer Parzelle angetan und haben uns über das Wachstum der Pflänzchen gefreut. Am 01.05. waren wir nämlich auch im Garten und haben schon einiges an Gemüse (welches wir bisher auf dem Balkon „zwischengelagert“ haben) auf unsere Freifläche gesetzt. Wir wollten mal schauen, wie gut die Pflanzen angegangen sind.

Unsere Parzelle am 06.05.2017, schaut auf    den ersten Blick sehr gut aus

 

unsere am 01.05. gesetzten Pflanzen (Brokkoli v.l., Knollensellerie v.r und 2. Reihe, Fenchel 3. Reihe)
Radieschen, schon fast erntereif

Doch bei genauem Hinsehen waren die Blätter von Radiesschen, Brokkoli und Mairübchen stark zerfressen.

Brokkoli
Mairübchen

 

 

 

 

 

 

Nach abendlicher Onlinerecherche, glauben wir, dass es sich bei dem Schadensbild um Erdflöhe handelt. Wie wir gelesen haben, handelt es sich dabei nicht um echte Flöhe, sondern anscheinend um verschiedene Blattkäferarten, welche als Erdfloh bezeichnet werden. Grund: das sprunghafte Verhalten der Tierchen. Die Käfer sollen wohl von der Erde aufspringen, wenn Sie gestört werden. Gesehen haben wir leider kein Getier – von daher sind wir uns nicht sicher, ob unsere „Diagnose“ stimmt. Jedenfalls werden wir versuchen die Pflanzen auf Erdflöhe zu „behandeln.“ Grundsätzlich fühlen sich die Parasiten lt. Recherche am wohlsten, wenn sie nicht gestört werden. Auch kann man versuchen die Tierchen mit einer Pflanzenjauche zu vertreiben, indem man das Gemüse damit besprüht. Also werden wir 1. die Viecher regelmäßig stören und 2. eine Pflanzenjauche verwenden.
Hoffentlich hilft’s.

Solltet ihr, liebe Mitleser, noch eine andere Idee haben, um welche Parasiten es sich bei diesen Schadbild handeln könnte, schreibt uns einen Kommentar – wir sind für jeden Tip  bzgl. der Übeltäter und deren ökologische Vertreibung dankbar.

 

Inspektion

Heute war es nach 6 Tagen mal wieder an der Zeit, auf dem Feld nach dem Rechten zu sehen. Wir hatten zuletzt ein Vlies über die Erdbeeren und Salate gegeben.

Übersicht über die Parzelle

Der Boden war bei weitem nicht mehr so gatschig wie die letzten Male. Gummistiefel waren zwar im Einsatz, aber wären nicht notwendig gewesen!

Zwiebeltriebe durchstoßen den Boden!

Unter der heutigen Sonne bricht der Boden an der Oberfläche schön auf, aber wir werden wohl dennoch nach einer etwas längeren trockenen Periode den Boden einmal durchhaken, damit er wieder lockerer wird. Dennoch bahnen sich die ersten Triebe ihren Weg nach oben! Die Zwiebeln recken schon die Hälse gut 2-4 cm aus dem Boden heraus.

Weitere Zwiebeltriebe genießen das Bad in der Sonne!

 

In den bereits von Morgentau gesetzten Reihen tat sich ebenfalls sehr viel! Die feinen Pinsel der Karotten und auch die kräftigen Radieschen zeigen sich von ihrer besten Seite.

Unsere Pflanzen scheinen die teils frostigen Nächte gut überstanden zu haben. Die Temperaturen in der Nacht lagen wohl knapp um den Gefrierpunkt, vielleicht auch leicht darunter. In der Früh hatten wir z. T. nur 2-3°C.

 

Sattes Grün der Erbsen strahlt im Sonnenlicht!
Die Karotten sprießen!

 

 

 

 

 

 

 

 

Gartentipp:

Das verwendete Vlies findet man übrigens in jedem Baumarkt und ist für schmales Geld in verschieden Größen und Durchlässigkeiten erhältlich. Das verwendete Vlies ist für bis -4 °C geeignet. Weiters ist auch das Gewicht pro m² (z.B. 19 g/qm)  angegeben. Damit verbunden hängt es auch ab, was man abdecken möchte. Die Pflanzen sollen nicht durch ein zu dickes und damit auch ein zu schweres Vlies erdrückt werden. Auch sollte das Vlies locker und nicht zu straff auf den Pflanzen liegen. Sonst könnten ebenfalls die Pflanzen erdrückt werden. Also das immer dabei bedenken.  🙂

Läuseschutzmaßnahmen getroffen

Nach unserem Kurztrip zu Ostern erwartete uns eine negative Überraschung in unserem kleinen „Treibhausschrank“.
Unsere Pflänzchen haben Läuse … 🙁 *seufz*

Gut … können wir nicht ändern … machen wir das Beste draus. Also haben wir eine Schmierseifenlösung angemischt und mit unserer kleinen Balkonspritze auf den Pflänzchen verteilt.

Hoffentlich wirkt es … in 2 Tagen werden wir die Pflanzen nochmal einsprühen.
Auf das die Läuse ganz schnell die Fliege machen 😀

 

 

 

 

Update von der Läusefront 24.4.17:

Der Läusebefall ist deutlich zurückgegangen. Gestern hat Katta aber alle Pflanzen in dem Mini „Gewächshaus“ mit einer einfachen und biologischen Seifenlauge behandelt. Das ist unbedenklich für die Pflanzen und beeinträchtigt den Bio-Status nicht.

Frostschutzmaßnahmen ergriffen

Nachdem der Wetterbericht für die kommenden Tage und vor allem Nächte Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt hat, sind wir am 18.04. noch aufs Feld gefahren und haben über unsere Salatpflanzen und über unsere Erdbeeren ein Schutzvlies gegeben.

Dabei haben wir natürlich unsere Parzelle begutachtet. Leider ist das Feld auf Grund des Regens der letzten Tage richtig matschig, die Erde ist schwer und gesättigt vom Regen – es stehen zum Teil Pfützen auf dem Feld. Aber wir konnten feststellen, dass die Karotten bereits sprießen und die Radieschen und Zuckerschoten schon sehr schön gewachsen sind. Hoffentlich nehmen die Pflanzen das kalte und ungemütliche Wetter nicht so übel…. drücken wir die Daumen.

Radieschen und Zuckerschoten
die Karotten beginnen zu sprießen
der Salat bevor wir ihn unter dem Vlies versteckten 😉